Superkräfte in Brokkoli

Brokkoli, genau wie viele weitere Kreuzblütler zählen zum gesündesten Gemüse, aufgrund ihrer antioxidativen Power, krebshemmenden Wirkung und vielen weiteren gesundheitsfördernden Effekten.

Hier eine Auflistung der meist bekanntesten Kreuzblütler:


Im heutigen Artikel/Podcast werde ich dir einfach erklären, wie du das volle Potenzial der Kreuzblütler ausschöpfst, es bedarf nur ein paar kleine Tricks.

Superkraft

In Brokkoli, sowie auch Grünkohl, Sellerie, Chinakohl, Wirsing und vielen weiteren Kreuzblütlern befinden sich Sekundäre Pflanzenstoffe. In den Kreuzblütlern sind die Glucosinolate interessant. Sie werden durch ein Enzym in der Pflanze (Myrosinase) zu Isothiocyanaten oder einfach ICTs umgewandelt. Der wertvollste Verteter der ICTs ist Sulforaphan. Das ist also so ziemlich die innere Superkraft der Kreuzblütler, denn Sulforaphan wird eine sehr effektive krebshemmende Wirkung zugeschrieben.
In der Pflanze sind die Glucosinolate jedoch von dem Enzym durch Zellwände getrennt und so bekommen wir das Sulforaphan erst durch Zerspaltung der Zellwände aka Kauen. Easy, dann muss ich es halt einfach essen und gut ist?! Leider nicht ganz. Indem wir den Brokkoli erhitzen, wird das Enzym, welches wir für das Sulforaphan brauchen, deaktiviert. Es gibt 3 Wege, die Herstellung von Sulforaphan zu fördern.

1.Wir essen Brokkoli (oder andere Kreuzblütler)

Roh Schmeckt bei manchen OK, bei Brokkoli aber eher nicht. Wenn er dir roh gut schmeckt, Let’s go, du kannst hier aufhören zu lesen und einfach deinen Brokkoli weitersnacken …

2.Hacken & Warten

Die zweite Option, den Brokkoli zerhacken und 40 Minuten auf dem Brett liegen lassen, so können sich Sekundäre Pflanzenstoffe mit dem Enzym verbinden und ICTs aka Sulforaphan bilden. Diese sind recht hitzebeständig und können so erhalten bleiben.

3.Externe Enzyme hinzufügen

AHA, es gibt noch eine andere Lösung, anstatt den ersten beiden Methoden, die teils etwas umständlich sein können. Wir fügen dem Brokkoli etwas Zitronensäure oder Essig dazu, das erhöht die ICTs Produktion. (Wenn du ihn kochst, verwende das Kochwasser weiter, denn auch die ICTs sind wasserlöslich und gehen sonst größtenteils verloren).Genauso können wir (mein Favorite) einfach ein paar rohe Kreuzblütler wie Rucola dazugeben, denn in denen ist das Enzym Myrosinase ja noch vollständig enthalten und kann somit das Sulforaphan im gekochten Brokkoli herstellen.
Und so kannst du easy peasy mit ein paar Tricks eine Superkraft aus deinem Brokkoli und anderen Kreuzblütlern herausbekommen, die du dir nicht entgehen lassen willst ;) Teile diesen Artikel/Podcast gerne mit jemandem, der seine Ernährung auch so gesund wie möglich gestalten möchte.
Peace, Lukas